Oft erscheinen die Dart Strukturen in Deutschland kompliziert und verzwickt für Spieler die selbst nicht seit langem dabei sind.

Selbst erfahrene Spieler verlieren dabei gerne den Überblick. Trivial sind die Zusammenhänge auf jeden Fall nicht. Die Verbindungen in der Dart-Szene sind oft fließend zwischen DDSV, DSAB oder auch dem DDV.
Viele Personen „tanzen“ auf mehreren Hochzeiten und es entstehen Interessenskonflikte und gleiche Namen für unterschiedliche Dinge.

So gibt es beispielsweise am Übergang von Oktober und November in diesem Jahr gleich zwei Deutsche Meisterschaften im E-Dart. Dies mag unbedarften Personen zurecht als komisch vorkommen, da man aus anderen Sportarten zu recht gewohnt ist, das solche Events lediglich einmal existieren, hängt jedoch mit den gewachsenen Strukturen bei uns im Lande zusammen.

Bevor ich nun auf die beiden Veranstaltungen näher eingehe, möchte ich zunächst kurz klar stellen, dass natürlich bei der Betrachtung meine persönlichen Ansichten und Meinungen eine Rolle spielen und auch mir jeweils nur Facetten bekannt sind. Ich bin zwar bei keinem der Verbände maßgeblich innvolviert und kann daher prinzipiell wirklich als unabhängig gelten, engagiere mich jedoch wie viele andere auch in der zweiten Reihe in beiden Lagern um den Sport voran zu bringen. Bei meiner Betrachtung werde ich mich darüber hinaus bemühen nicht zu sehr auf einzelne handelnde Personen einzugehen, da es immer Teams sind die solche Events auf die Beine stellen und ich mit Absicht niemandem zu nahe treten möchte. Es geht in meinem Bericht entsprechend vor allem um eine Betrachtung beider Events aus einem norddeutschen Blickwinkel auf die generellen Abläufe und Hintergründe soweit sie mir selbst bekannt sind.

10. Deutschen E-Dart Meisterschaften des DDSV e.V.

Genug der Vorworte kommen wir zum eigentlichen Thema. Beginnen möchte ich mit den 10. Deutschen E-Dart Meisterschaften des DDSV e.V. vom 27. – 29. Oktober im Wunderland Kalkar. Die DM des DDSV beinhaltet hierbei zunächst am Freitag eine Teammeisterschaft, bevor am Samstag die Einzel stattfinden und der Event am Sonntag mit den Doppeln endet. Gespielt wird hierbei jeweils in drei Disziplinen die nach „Spielstärke“ in den Verbänden aufgeschlüsselt sind nach S.O., M.O. und D.O. sowie im Teamwettbewerb der extra Disziplin „Ligaauswahlteam“ welche auch in M.O. stattfindet. Darüber hinaus findet im Einzel und Doppel eine Unterteilung zwischen Herren und Damen statt. Die teilnehmenden Spieler und Teams werden bei diesem Event bereits einige Monate vorher durch ihre Verbände gemeldet und Änderungen der Teams und Spieler sind im Verlauf der Anmeldephase nur sehr begrenzt bis gar nicht möglich. Vor Ort konnten dieses Jahr lediglich bei den Auswahlteams und den Doppeln Änderungen gegen Gebühren gemacht werden. Dies bedeutet die Felder der Turniere stehen bereits sehr frühzeitig fest und verändern sich lediglich durch Personen die dann trotz Anmeldung und Bezahlung nicht erscheinen. Auch muss sich jeder Teilnehmer im Vorfeld der DM eine DDSV-Card machen lassen (Preis: 10 €) um an den Turnieren teilnehmen zu können. Hinzu kommen Karten oder IDs des Automatenherstellers Radikal die für die DM benötigt werden, da ausschließlich an diesen Automaten gespielt wird und hier eindeutige Personalisierungen für die Turniere erforderlich sind. Um ein Gefühl für die Größe der Felder in den einzelnen Disziplinen zu bekommen seien hier beispielhaft die Einzel benannt - so wie die Zahlen mir bekannt sind - mit

Disziplin (Spieler/gemeldete Spieler)
Damen Einzel S.O. (31/36)
Damen Einzel M.O. (36/45)
Damen Einzel D.O. (14/15)
Herren Einzel S.O. (40/55)
Herren Einzel M.O. (160/203)
Herren Einzel D.O. (144/191)

Bei den Teamfeldern handelte es sich zumeist um 32-Doppel-KO-Pläne mit Beispielsweise 19 gemeldeten Teams im Ligaauswahlwettbewerb. Die Beteiligung unserer Ligen im Norden war schon im Vorfeld eher Mau. Erschienen sind dann nochmals wesentlich weniger als die Ursprünglich gemeldeten Teilnehmer. Die Zeiten zwischen Anmeldungsentscheidung und Turnier spielen hierbei mit Sicherheit eine große Rolle, so wie die mit dem Turnier verbundenen Kosten.

Ausgezahlte Preisgelder bzw. sogenannte Sportförderpreise sind hierbei zu 100% die Meldegelder der in den jeweiligen Disziplinen. Also die Gelder die im Vorfeld von den gemeldeten Personen bezahlt wurden. Die Steckgelder für die Benutzung der Automaten fließen hier nicht mit ein können sich jedoch je nach Disziplin und Erfolg jeweils auch läppern. Eine solche Handhabung ist jedoch zumeist Standard auf dieser Art von Turnieren.

Bevor ich nun vom generellen Umfeld zum eigentlichen Ablauf komme möchte ich noch kurz auf die Location an sich eingehen. Die DM des DDSV fand im Wunderland Kalkar statt. Für Spieler die sich vor Ort eingefunden haben und dort Übernachten wollen bietet das Wunderland lediglich die Möglichkeit des full-inklusiv an. Generell ist dies eine schöne Sache, da man nur kurze Fußwege von Unterkunft, Restaurant und Spielort hat, es hat aber auch erhebliche Tücken. Zum einen sind hierbei zunächst einmal die nicht gerade niedrigen Preise zu nennen. Je nachdem ob man bereits Donnerstag anreist und ob man bis Montag bleibt entstehen hierbei hohe Kosten die kaum anders Steuerbar sind, da man nicht wählen kann ob man sich selbst verpflegt oder nicht. Zum anderen kann man das full-inklusiv Angebot nur sehr beschränkt nutzen, da man eh fast durchgehend im Spielbereich ist, an dem dieses Angebot nicht gilt. Zwar konnte man sich bei ggf. Marken geben lassen um vor Ort etwas zu essen, jedoch deckt sich dieses essen kaum mit dem im Restaurant und immer rüber zu rennen wenn man etwas trinken möchte ist auch kaum zuzumuten. Nun kann man sich sicherlich im Umkreis eine andere Unterkunft suchen aber ist dann entsprechend auf ein Auto und auf Fahrer angewiesen. Wie sinnig das ist muss jeder für sich entscheiden.

Der eigentliche Ablauf der diesjährigen DM startete dann am Freitag um 8 Uhr mit dem Einlas in die Halle. Bereits am Abend zuvor oder zu diesem Zeitpunkt konnten die Ligabeauftragten die DDSV und Radikal Karten ihrer Spieler abholen. Hierbei standen dann um die 20 Personen zusammen während diesen Personen etwas zum Ablauf der Veranstaltung gesagt wurde, da die Ligabeauftragten als Sprachrohr ihrer jeweiligen Spieler fungieren sollen. Dies mag jeder für sich entscheiden wie sinnig so etwas ist, bei Teams die zwar über Verbände melden aber eigene Kapitäne haben, Einzelturnieren bei denen diese Personen selbst auch mitspielen und generell jeder normal für sich verantwortlich ist und dem Potenzial für verschiedene Meinungen. Ich selbst fungierte hierbei in mehrfacher Hinsicht als Ansprechpartner, da ich für einen Verband als Ligabeauftragter fungierte, während ich selbst über einen anderen Verband gemeldet war fürs Team (als Kapitän), Einzel und Doppel. Zugegeben eine verzwickte Konstellation die vermutlich so nie bedacht wurde. Als Ligabeauftragter holte ich dann auch die Karten eines Verbandes ab und stellte sogleich fest, dass hier wesentlich zu viele Karten dabei waren, da ich unter anderem meine eigene Karte in der Hand hielt. Warum dies so passiert ist konnte mir wirklich abschließend keiner erklären aber so hatte ich dann die Karten vieler unserer Bundesligaspieler in der Hand die aber über einen anderen Verband genau diese spielen. Gut das wir im Norden uns kennen und ich Ene mene mu mit meiner Kollegin spielen konnte die ja meine Ansprechpartnerin war. Aber peinlich ist dies trotzdem oder gerade wenn man bedenkt, dass es sich um eine Bundesligamannschaft handelte die noch dazu amtierender Meister ist.

Nun gut die Besprechung war zu Ende und die Spieler mussten sich nun Einzeln bei den DDSV Verantwortlichen mit ihren Karten anmelden, dass sie anwesend sind. Über dieses Prozedere und den Ablauf will ich mich gar nicht erst zu deutlich äußern. Schließlich kam es zur Begrüßung des DDSV und zum „Einmarsch der Teams“. Dieser Einmarsch spielte sich dann wie folgt ab. Im Grunde saßen oder standen alle Anwesenden in der ersten Halle bei ihren Tischen und es wurden nacheinander die Teams aufgerufen, standen auf und liefen einmal über die Bühne. An sich schon eine Sache bei der man geteilter Meinung sein kann, wie das Ball zu werfen bei gewissen runden. Ein richtiger Einmarsch war dies jedoch auf keinen Fall und noch dazu standen im Anschluss ziemlich viele Leute ziemlich komisch rum. Der absolute Bringer bei dieser Sache war dann jedoch, dass auch hier wieder Teams vergessen wurden. Diese sollten dann am Ende nochmal auf die Bühne kommen… unnötig zu erwähnen das wir zu den vergessenen gehörten als Bundesligameister und dann auch keine wirkliche Lust mehr hatten auf die Bühne zu gehen.

Nach einer Einweisung in die Radikal-Geräte bzw. die nötige Anmeldung konnten die Turniere dann endlich starten. Unnötig zu erwähnen, dass die Einstellung der Automaten wirklich selbst für Leute wie mich (immerhin hab ich ein Studium der Wirtschaftsinformatik hinter mir) nicht gerade Intuitiv ist und man eigentlich bei jedem Spiel aufs Neue mit dem Gegner zusammen vor den Kisten stand und sich fragte ob man nun auch alles richtig macht. Beim Team konnte hier beispielsweise das Spiel am zweiten Automaten erst starten nachdem das Spiel am ersten Automaten begonnen hatte. So kann Technik und ihr Umgang auch ein Spiel maßgeblich mit entscheiden wenn man das Ausbullen durchführt aber nicht mehr die Teams wechseln kann. Noch dazu wenn auch dies bei Automaten desselben Herstellers unterschiedlich einzustellen ist wie in Kalkar geschehen.

Wie stets feuerte man seine Freunde in ihren Spielen an auch wenn es nicht das eigene Team ist und es ist unnötig zu erwähnen das der Zusammenhalt der Norddeutschen wie stets gegeben war. An dieser Stelle gehe ich daher nur auf mein eigenes Team ein, dass als Auswahlteam antrat und möchte meine Kameraden nochmals für den tollen Teamzusammenhalt und den gemeinsamen Spaß loben. So liefen wir relativ ungefährdet bis ins Finale ein welches wir bereits um 16:30 Uhr von der Gewinnerseite her erreichten. Nun warteten wir auf das Finale… und warteten… und warteten… ohne es beschwören zu können meine ich mich im Nachhinein zu erinnern das unser Finalgegner bereits gegen 18:30 Uhr fest stand, spätestens aber um 19:30 Uhr. Gespielt wurde dann allerdings erst um 23 Uhr. Was war geschehen? Zunächst fand noch ein anderes Finale auf der Bühne statt. Ok verständlich. Auf Nachfrage sollte unser Finale im Anschluss stattfinden. Nun war das erste Finale rum und wir gingen zur Bühne und wollten spielen aber nein nun musste dort zunächst ausführlich die Siegerehrung gemacht werden. Schweren Herzens wartend sahen wir dieser zu die sich zog und zog. Im Anschluss gingen wir wieder auf die Bühne und wollten spielen… aber NEIN ein anderes Finale sollte plötzlich vor unserem gespielt werden, dieses stand jedoch erst 2 Stunden nach unserem fest. Zugegeben im Anschluss platzte mir als Teamkapitän an der Turnierleitung der Kragen, was wirklich nicht oft passiert und ein Novum für mich darstellt. Da half es auch wenig, dass Fehler passieren und jemand die Schuld auf sich nahm. Eine richtige Problemlösungsfindung fand nur halbgar statt, ansonsten durfte ich mir wiederum Sachen anhören die nicht passend waren. Egal… unseren Gegner tat das ganze genauso wenig gut wie uns und wir konnten uns im Finale zum Glück schnell durchsetzen.

Tag 2 und 3 liefen dann in ähnlichen Bahnen ab. Hier wurde jeweils wieder morgens die Registrierung durchgeführt und die Turniere starteten. Als extrem nervig empfand ich hier wieder mal das Radikal-System. Nicht nur das schon geschilderte Problem mit der Bedienung der Automaten, dem Bullen und den üblichen Radikalkrankheiten wie dem Radikalturnierplan der immer noch unausgegoren ist. Sondern auch das ewige Verschieben der Startzeiten von Spielen. Es macht denke ich nicht nur mich verrückt wenn man denkt man soll dann und dann spielen und am Ende geht es dann doch erst 2 Stunden später los weil die Zeit immer mit läuft. Dann lieber gar keine Zeiten und lieber nur Aufrufe. Dass die Radikal-App zusätzlich für Verwirrung sorgt mit verschwindenden Spielen etc. verwundert dann auch nicht mehr. Dann schlagen auch die üblichen Problemchen mit zu Buche wie die nicht mögliche Teilnahme in mehreren Radikal-Turnieren zur selben Zeit, so dass an den Zusätzlich angebotenen Turnieren von Radikal auch nur solche Spieler teilnehmen konnten die bereits aus einem Turnier ausgeschieden waren. Von angekündigten Turnieren wie dem Triple Mixed, dass dann nicht stattfand ganz zu schweigen. Auch ist es immer wieder nett mit anzusehen wie sich DDSV-Verantwortliche und Radikal-Verantwortliche gegenseitig bei Problemen die Schuld zuweisen. Steckgelder bei falscher Automatenbedienung gab es dann auch keine zurück, da es ja Spielerverschulden war wenn man den Automaten falsch bedient und die üblichen Scherze am Rande.

Ich könnte jetzt noch einige andere Dinge am Rande thematisieren, wie die ausgeschriebenen Reisen nach Vigo und andere Dinge aber das würde zu weit führen und zu stark in meine eigenen Meinungen zu diesen Themen Abtriften weshalb ich mir dies erspare.

Fazit für mich aus der DM in Kalkar ist, dass es zwar organisierter ablief als das Chaos im letzten Jahr aber den Namen DM kaum verdient. Dafür sind die Felder zu klein, die Rahmenbedingungen zu unorganisiert, die eigenen Ansprüche des DDSV zu haltlos und über Probleme zu oft hinweg gesehen. Noch dazu tut die Kooperation mit Radikal, meiner Meinung nach, dem DDSV nicht gut, da nach und nach das komplette Radikalsystem übernommen wird und so die Vorteile die der DDSV früher hatte (Gruppenphasen etc.) auch noch weg fallen. Das Radikalsystem wird darüber hinaus auch noch als technisches Wunder hingestellt wobei auch dieses System meilenweit weg ist vom aktuellen Stand der Technik wie er möglich wäre. Alleine von der Bedienbarkeit her gibt es kaum ein unfreundlicheres System. Von der Ausleuchtung her und dem Spielfeeling spiele ich gerne an Radikal-Automaten jedoch sind die Einschränkungen durchs Turniersystem so erheblich und mit dem drohenden Handycap-System im Hintergrund so massiv, dass es einem die Spielfreude wie ich finde mehr als nur vermiest. Ich war bisher stets ein Vertreter der Fraktion „Eine Liga braucht einen Dachverband“ aber nach dem zweiten Jahr Kalkar kann ich unseren Verbänden im Norden nicht mehr uneingeschränkt raten Mitglied im DDSV zu bleiben. Dafür gehen hier zu viele Gelder hin die, wie ich finde, verpuffen (Mitgliedsbeiträge, Meldegelder von nicht anwesenden Spielern, DDSV-Karten-Gelder, etc.) und der Mehrwert der Spieler ist sehr gering, während der Aufwand für die Ehrenämter in der Vereinen zu hoch ist und der damit einhergehende ärger. Die Unflexibilität bei Spielermeldungen finde ich dabei geradezu erschreckend. Ich weiß, dass auch beim DDSV viele Ehrenamtlich Zeit investieren und so was kann man nicht oft genug würdigen aber trotzdem muss man Probleme ansprechen um sie zu lösen und nicht immer sind Ehrenamtsstrukturen das Maß der Dinge um Strukturen aufzubauen. Was mir persönlich dabei immer am meisten aufstößt sind große Danksagungen und Darstellungen im Nachhinein die diese Probleme aussparen und alles als toll bezeichnen. Für mich selbst kann ich daher nur sagen, ich werde in Zukunft versuchen DDSV Turniere und ins besondere Radikal Turniere zu meiden soweit mir das möglich ist. Spaß hatte ich allerdings dank meiner tollen Teamkameraden trotz allem und dafür nochmals einen Dank an alle anwesenden Nordlichter!

31. Deutschen Meisterschaft des DSAB

So ganz nach dem Motto nach der DM ist vor der DM ging es dann für mich am 3.11 ab nach Geiselwind zur 31. Deutschen Meisterschaft des DSAB. Alleine schon die „31“ zeigt, dass hier massiv Erfahrung mit der Ausrichtung dieser Veranstaltungen existiert. Zugegebener Weise ist der DSAB nur beschränkt mit dem DDSV vergleichbar. Der DSAB ist ungleich älter und hat gewachsene Strukturen die über die Automatenaufsteller entstanden sind. Das heißt die Strukturen sind nicht auf Vereinen basierend sondern mit dem Vertrieb von Automaten verbunden. Dies ist die klassische Struktur im E-Dart Bereich und bietet neben den weniger demokratischen Strukturen eine Reihe anderer Vorteile die den Aufbau solcher Veranstaltungen erleichtern. Der DSAB teilt klassischer Weise die Teamveranstaltung (DLMM) und die Einzel/Doppel Veranstaltungen (DM) in zwei unabhängige Events so, dass an diesem Wochenende keine Teams gegeneinander antraten. Beim DSAB gibt es zumeist Unterteilungen zwischen Master und Amateur Spielern sowie Damen und Herren. Darüber hinaus gibt es die Mixed Disziplinen mit Männlein/Weiblein in Kombination. Teilnehmen an der DM des DSAB kann jeder der gerne möchte. Eine Voranmeldung ist dabei nicht nötig. Gespielt wird hierbei an Löwenautomaten. Die genauen Teilnehmerzahlen kann ich nur begrenzt nennen, da mir nicht alle bekannt sind jedoch waren alleine am Amateur-Einzel am Freitag schon 380 Teilnehmer im Feld, während im Mixed 526 Teilnehmer (263 Paarungen) am Start waren. Die Auspreisungen für die Platzierungen erfolgt je nach Disziplin entweder durch Festgelder oder durch auf ca. 100 % aufgehende Verteilungen der Startgelder. Auch hier werden Steckgelder für die Automaten benötigt. Da es im Gegensatz zum DDSV keine Verbandsmeldungen nötig sind ist jeder Spieler für sich selbst verantwortlich. Ob ein Spieler als Master melden muss oder als Amateur melden darf hängt davon ab ob er bereits als Master-Spieler gelistet ist unter den Top 150 der DDV Rangliste ist oder in einer Bundesliga spielt. Für die Anmeldung zu einem Turnier fühlt man einen Anmeldezettel aus mit Durchschlag. Der Durchschlag ist später für die Preisgeldabholung von Nöten. Gespielt werden darf jeweils in mehreren Disziplinen wobei ein Ausschluss zwischen Master und Amateur existiert, also nur an einer der beiden Disziplinen teilgenommen werden darf. Auch darf am Freitag lediglich am offenen Einzel oder am Mixed teilgenommen werden, da ansonsten wohl zu viele Überschneidungen existieren würden. Dies ist aber die Ausnahme und so kann es Freitags bspw. passieren, dass man noch in 3 Disziplinen zeitgleich im Turnier sein kann. Wenn man spielen soll wird man dabei aufgerufen und erfährt den Automaten an dem das Spiel stattfinden soll. Sollte man den Aufruf mal überhören gibt es einen zweiten bevor es brenzlig wird. Sobald man aufgerufen ist gibt es dann auch eine Karte in der Chart Box die nach dem Spiel auszufüllen ist. Die Karte befindet sich im Fach des jeweiligen Automaten.

Angefangen hat die DM bereits am Donnerstag mit dem Master of Master. Das MoM ist nach Angaben des DSAB das bestdotierteste E-Dart Turnier der Welt bezogen auf eine einzige Disziplin. Die Plätze für dieses Turnier sind meist lange vor dem Turnier bereits voll belegt durch Qualifizierungsturniere von Aufstellern oder Direktvergaben von Tickets. Zumeist handelt es sich um sehr aktive Spieler die ohnehin an vielen Turnieren teilnehmen. Weiter geht es dann am Freitag mit dem 128er bzw. 64er Feld. An diesem Turnier können Spieler teilnehmen die sich über die DSAB-Tour qualifiziert haben und somit eine Einladung erhalten haben. Ab 13 Uhr konnten dann die Damen mit ihrem ersten Einzel im Deutschland-Cup starten bevor es auch für die Herren im Amateur und Master los ging. Ab 17 Uhr gab es dann noch das Deutschland-Cup Mixed und ab 19 Uhr das Offene Einzel. Der Samstag stand dann im Blickpunkt der Doppel sowie der Mixed Disziplinen bevor es am Sonntag nochmals mit Einzel-Disziplinen abschloss. Festzuhalten ist, dass es beim DSAB auch gerne mal vorkommen kann das Turniere sich über mehr als einen Tag hinziehen, was aufgrund der Felder nicht verwundert. Zumeist wird dabei spätestens um 2 Uhr Nachts abgebrochen und es geht am morgen ab 9 Uhr weiter.

Geiselwind an sich ist ein kleiner Ort, der aber so fast alles aufzubieten hat was das Herz begehrt. Viele verschiedene Unterkünfte, klasse Hallen für die Spiele, McDonalds, Burger King, KFC, einen klasse Landgasthof mit Metzgerei, etc.. Einzig einen Bahnhof oder Flughafen vermisst man. Aber dafür kann man mit dem Taxi auch nicht zu teuer, aus Kitzingen anreisen und im Ort hat man dann alles vorhanden. Somit kann jeder sich seine eigene optimale Vorortverpflegung zusammenstellen, von Camping bis Hotel.

Die Organisation war dieses Jahr meinem Empfinden nach sehr Flüssig. Zumindest bei meinen Turnieren und denen meiner engsten Kameraden am Wochenende ging alles ziemlich schnell daher und es war selten, dass die Wartezeiten wirklich als lang empfunden wurden. Das war auch schon mal anders in anderen Jahren. Dass es sich bei der DM wirklich um ein Elite-Event handelt merkt man nicht nur an den Teilnehmerzahlen sondern auch an der Qualität der Felder. So waren auch viele der besten Deutschen Steeldarter am Start um sich im E-Dart zu messen. Hier merkt man, dass es sich doch um denselben Sport handelt. Die Berichterstattung im Anschluss der DM ist wie meistens einfach Spitze (dart1.net) auch wenn hier natürlich die Berichterstattung keine neuen Wege geht und sich teils wiederholt über die Zeit, so ist es trotzdem meistens erfrischend zu lesen wie Spieler sich im Turnier schlugen und Leistungen abriefen. Der Fokus liegt erfrischend auf den Spielern und nicht allzu stark auf dem Drumherum. Fast schon muss ich dabei meinen eigenen Artikel überdenken ob mein Fokus richtig gesetzt wurde aber schließlich geht es mir darum Strukturen aufzuzeigen und Personen näher zu bringen die diese Einblicke in der Weise bislang nicht haben. Insofern ist meine Sicht wohl auch annehmbar.

Mein Fazit zur DM in Geiselwind lautet daher, dass ich mich bereits jetzt auf das nächste Jahr freue mit der DLMM sowie der DM. Auch oder gerade weil meine eigene Leistung dieses Jahr meinen Ansprüchen nur begrenzt Gerecht wurde aber es trotzdem einfach viel Spaß gemacht hat und der Ablauf keine ständigen Kopfschmerzen bereitet hat. Für den Norden als Ganzes konnte sich die diesjährige DM mal wieder sehen lassen und an dieser Stelle Gratulation an die gut platzierten unter euch und jene die ihre eigenen Ziele erfüllt oder übererfüllt haben. Für Artikel mit Namen und Ehrungen haben ja bereits andere mit tollen Berichten in Facebook und auf dart1.net gesorgt.